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Krankenkassen fordern höhere Beitragssätze

Veröffentlicht in Renten News - Renten Blog

Verhinderung von Zusatzbeiträgen

Die meisten Krankenkassen werden in diesem und nächsten Jahr einen Verlust von mehreren Milliarden erzielen. Zur Vermeidung von Zusatzbeiträgen fordern die Krankenkassen die Anhebung des allgemeinen Beitragssatzes. Dadurch sollen zum Ausgleich des Defizits nicht nur die Arbeitnehmer sondern auch die Arbeitgeber daran beteiligt werden.

Steigende Leistungsausgaben

Eine der obersten Aufsichtsbehörden der Krankenkassen, das Bundesversicherungsamt rechnet für 2010 und 2011 mit Beitragsmindereinnahmen von nahezu 15 Milliarden Euro. Mit der Erhebung von Zusatzbeiträgen könnten nur knapp 2/3 der Verluste ausgeglichen werden. Schuld daran sind die ständigen Ausgabensteigerungen für Krankenhäuser, Arzneimittel und die in den letzten Jahren angestiegenen Honorare für Ärzte.

Politik ist anderer Auffassung

Die Politik unterstützt den Vorschlag der Krankenkassenvertreter nicht. Stattdessen ruft sie die Kassen zum sparen auf. Im November des laufenden Jahres wird immer über den Beitragssatz des kommenden Jahres entschieden. Nachdem sich die Bundesregierung im November 2009 gegen eine Anhebung des Beitragssatzes entschieden hatte wird es für 2010 beim bisherigen Beitragssatz bleiben. Für das Jahr 2011 gibt es noch keine Äußerung der Spitzenpolitiker. Jedenfalls sind die Kassen nach Ansicht vieler führender Politiker dazu aufgefordert entsprechende Sparpläne in ihren Kassen aufzulegen. Gedacht ist dabei an bestimmte Rabattverträge mit den Arzneimittelherstellern, Einsparungen bei den Verwaltungskosten und gezieltes Fallmanagement.

Höhe Beitragssatz

Aktuell liegt der allgemeine Beitragssatz für alle Krankenkassen gleich bei 14,9 %. Davon übernehmen die Arbeitgeber 7 %. Der Rest in Höhe von 7,9 % wird vom Versicherten getragen. Der Beitragssatz wird vom Gesetzgeber festgelegt.

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