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Arzthonorare steigen um fast 3 Milliarden Euro

Veröffentlicht in Renten News - Renten Blog

Nach langen Diskussionen hat sich mittlerweile die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KVB) mit dem Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen darauf geeinigt, dass das bisherige Abrechnungssystem reformiert wird. Dadurch können die Ärzte ab 2009 mit Mehreinnahmen rechnen.Bisher erfolgten die Arztabrechnung und Honorierung über ein kompliziertes Punktesystem und festgesetzten Pauschalen. Ab 2009 wird das System in der Form umgestellt, dass die Ärzte dann nach der tatsächlich erbrachten Leistung am Patienten abrechnen können. Der Arzt kann dann sehr genau feststellen, welchen Betrag er für welche Leistung erhält. Das bisher existierende Leistungsbudget fällt dann weg.

Mit dieser Reform wird für die Ärzte eine Mehrvergütung von etwa 2,7 Milliarden Euro erwartet. Durchschnittlich können bundesweit die Ärzte mit einer Honorarsteigerung von ca. 10 % rechnen. Allerdings fällt die Gewichtung in den Bundesländern sehr unterschiedlich aus. Ärzte in den neuen Bundesländern erwarten eine Mehreinnahme von fast 20 %. Während die Ärzte in Bayern und Baden Württemberg eine Erhöhung von nur 5 % erhalten werden.

Versicherte und Arbeitgeber zahlen die Zeche

Jetzt steht schon fest, dass mit dem neuen Arztvertrag der Beitragssatz in der gesetzlichen Krankenversicherung um etwa 0,28 % steigen wird. Wie schon so oft in der Vergangenheit, müssen die Versicherten und Arbeitgeber die Mehrkosten tragen.
Wenn Experten davon ausgehen, dass im nächsten Jahr der für alle gesetzlichen Krankenkassen einheitliche Beitragssatz zwischen 15 bis 15,8 % liegen soll, dann sind solche Vereinbarungen zu Lasten der Versicherten/Arbeitgebergemeinschaft nicht als Peanuts abzustempeln.






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